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Lessing-News: 17.01.2002
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Hightech-Umweltschützer in Aktion
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Wenngleich auch die Natur verschneit und der Pietzschebach zugefroren ist, gibt es für die rund zehn Aktiven des Bachpatenschaft-Projektes vom Lessing-Gymnasium Plauen keinen Grund Winterschlaf zu halten. Das Eis lässt sich immerhin aufhacken und dort, wo mit schulischen Bordmitteln nichts mehr geht, hilft die "Analytik und Wasserchemie Vogtland GmbH" schon mal mit dem nötigen Equipment aus.
Nachdem in den letzten Exkursionen die abiotischen und biotischen Faktoren der wärmeren Jahreszeiten erfasst wurden, standen die Schüler dieses Mal vor einem Problem: Wie kommt man am besten an das unter einer dicken Eisschicht befindliche Wasser heran? Für Marc Hellgoth gab es da nur eine Lösung. Ein kräftiger Sprung, und das Eis zerbarst. Anschließend konnte die Wassertemperatur gemessen und Proben für die Gewässeranalyse entnommen werden.
  
E. Riedel (li.) und M. Hellgoth (re.)  (24466 Byte)Neu bei dieser Exkursion war auch, dass zum ersten Mal eine neue Methode zur Einschätzung der Gewässergüte genutzt wurde. Neben der herkömmlichen Bestimmung mit dem Gewässerkoffer kam ein neues Gerät (siehe Foto) zum Einsatz, das von einem Unternehmen für Wasseranalysen, der Firma Spranger, entliehen wurde. So konnte mithilfe dieser wissenschaftlichen und sehr exakten Messmethode der Nitratgehalt, Ammonium-, Phosphat- und Chloridgehalt genau bestimmt werden.

Im Bild sind z.B. Marc Hellgoth und Enrico Riedel damit beschäftigt, den Ammoniumgehalt der zwei Tage zuvor entnommenen Wasserproben haargenau zu bestimmen. Alles wird exakt protokolliert, per Tabellenkalkulation aufgearbeitet (da freut sich der homo informaticus ;-) und soll in wenigen Tagen auf den Pietzschebachseiten im WWW erscheinen.
  

Herr Fischer in Aktion (26331 Byte)Vorbildlich in Sachen Arbeitsschutz rückt Herr Fischer, der Projektleiter, den Wasserproben mit konzentrierter Schwefelsäure zu Leibe...

Der tatkräftige Pädagoge und seine Bachmannschaft suchen derzeit noch nach interessierten Projektpartnern, möglichst im Ausland, um auf diese Weise fächerübergreifend (Naturwissenschaften + Sprachen) am Thema "Ökosysteme Fließgewässer" zu arbeiten.

Außerdem freut sich die Gruppe über die gerade angelaufene Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für Umwelt - Programm Fließgewässer, die sicher noch reichlich Gelegenheit zur Präsentation der Projektergebnisse aber auch reichlich Arbeit bescheren wird.

Übrigens: tätiger Umweltschutz beschränkt sich nicht auf Analysetätigkeit allein! Sobald das Eis geschmolzen ist, wird man die Gruppe wieder am Lauf des Pietzschebaches beobachten können; dann damit beschäftigt, den Unrat manch sorglosen Zeitgenossens zu entsorgen.
  

M.P. 17.01.2002 und R.F. 22.01.2002